dokumentation:trail_making_tests

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 ===== Linearisierung der Messskala ===== ===== Linearisierung der Messskala =====
  
-Beim TMT gab es die seltene Gelegenheit, dass für die Linearisierung auf empirische Daten zurückgegriffen werden konnte, wenn auch nur in zusammengefasster Form und mit gewissen Kompromissen. In der [[:tests:trail_making_tests#Verteilungseigenschaften der Rohwerte|oben]] schon erwähnten großen Studie von Heaton et al. (2004)((Heaton,R.K., Miller,S.W., Taylor,M.J., & Grant,I. (2004) Revised Comprehensive Norms for an Expanded Halstead-Reitan Battery: Demographically Adjusted Neuropsychological Norms for African American and Caucasian Adults. Professional Manual. Lutz, FL: Psychological Assessment Resources)) war eine Flächentransformation der Zeitrohwerte in normalverteilte Standardwerte durchgeführt worden. Leider war dies nur über die Gesamtstichprobe erfolgt, was nicht ideal ist, weil sich in dieser heterogenen Stichprobe neben den hier interessierenden Einflüssen der Skala noch weitere Effekte spiegeln, die die Verteilungsform beeinflussen. Insbesondere sind dies Effekte des Alters, gerade bei einem so altersensitiven Test wie dem TMT. Aber immerhin, aus den Daten ließ sich nach Verstetigung und Glättung der Wertpunktskala eine fein gradierte Wertetabelle erstellen, die als Grundlage für die Linearisierung der Leistungswerte dienen konnte. +Beim TMT gab es die seltene Gelegenheit, dass für die Linearisierung auf empirische Daten zurückgegriffen werden konnte, wenn auch nur in zusammengefasster Form und mit gewissen Kompromissen. In der [[:dokumentation:trail_making_tests#Verteilungseigenschaften der Rohwerte|oben]] schon erwähnten großen Studie von Heaton et al. (2004)((Heaton,R.K., Miller,S.W., Taylor,M.J., & Grant,I. (2004) Revised Comprehensive Norms for an Expanded Halstead-Reitan Battery: Demographically Adjusted Neuropsychological Norms for African American and Caucasian Adults. Professional Manual. Lutz, FL: Psychological Assessment Resources)) war eine Flächentransformation der Zeitrohwerte in normalverteilte Standardwerte durchgeführt worden. Leider war dies nur über die Gesamtstichprobe erfolgt, was nicht ideal ist, weil sich in dieser heterogenen Stichprobe neben den hier interessierenden Einflüssen der Skala noch weitere Effekte spiegeln, die die Verteilungsform beeinflussen. Insbesondere sind dies Effekte des Alters, gerade bei einem so altersensitiven Test wie dem TMT. Aber immerhin, aus den Daten ließ sich nach Verstetigung und Glättung der Wertpunktskala eine fein gradierte Wertetabelle erstellen, die als Grundlage für die Linearisierung der Leistungswerte dienen konnte. 
  
 Für die Berechnung der Leistungswerte braucht man allerdings die Daten einer jungen gesunden Stichprobe. Die sind im Handbuch von Heaton et al. (2004) nicht separat dargestellt. Die Autoren hatten den Weg gewählt, mittels einer polynomialen Regression die Einflüsse von Alter, Geschlecht und Ausbildungsjahren auf die Rohwerte zu berechnen. Die Ergebnisse sind in Form von alters-, geschlechts- und ausbildungskorrigierten T-Werten tabelliert. Die Ausbildungsdauer der Gesamtstichprobe von Heaton et al. (2004) wich deutlich vom amerikanischen Durchschnitt nach oben ab. Für die Berechnung der Leistungswerte wurde deshalb nur auf die Teilstichprobe mit 12-jähriger Ausbildungsdauer zurückgegriffen(N=114). Dies entsprach damals dem Mittelwert der Ausbildungsdauer der amerikanischen Bevölkerung. Wegen der relativ groben Einteilung wäre eine breitere Bereichsbildung nicht möglich gewesen. Dabei hätte man eine große Abweichung vom Durchschnitt in Kauf nehmen müssen, was als schwererwiegend eingeschätzt wurde. Wie weiter unten dargestellt, entsprach die Leistung der hier gewählte Teilstichprobe relativ gut der Leistung der metaanalytisch verrechneten Stichproben. Für die Berechnung der Leistungswerte braucht man allerdings die Daten einer jungen gesunden Stichprobe. Die sind im Handbuch von Heaton et al. (2004) nicht separat dargestellt. Die Autoren hatten den Weg gewählt, mittels einer polynomialen Regression die Einflüsse von Alter, Geschlecht und Ausbildungsjahren auf die Rohwerte zu berechnen. Die Ergebnisse sind in Form von alters-, geschlechts- und ausbildungskorrigierten T-Werten tabelliert. Die Ausbildungsdauer der Gesamtstichprobe von Heaton et al. (2004) wich deutlich vom amerikanischen Durchschnitt nach oben ab. Für die Berechnung der Leistungswerte wurde deshalb nur auf die Teilstichprobe mit 12-jähriger Ausbildungsdauer zurückgegriffen(N=114). Dies entsprach damals dem Mittelwert der Ausbildungsdauer der amerikanischen Bevölkerung. Wegen der relativ groben Einteilung wäre eine breitere Bereichsbildung nicht möglich gewesen. Dabei hätte man eine große Abweichung vom Durchschnitt in Kauf nehmen müssen, was als schwererwiegend eingeschätzt wurde. Wie weiter unten dargestellt, entsprach die Leistung der hier gewählte Teilstichprobe relativ gut der Leistung der metaanalytisch verrechneten Stichproben.
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  • Zuletzt geändert: 2026/04/20 18:50
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